EOLS

EOLS (End of life survey)

Systematische Analyse zur psychologischen Selbsteinschätzung am Lebensende bei Defibrillator- Patienten in Ostwestfalen-Lippe: Eine Initiative zur Verbesserung der Beratung und der langfristigen Betreuung von ICD-Patienten (End-of-life Survey in Patients with an ICD/CRT-D Device)

Systematische Untersuchung der psychologischen Situation und Selbsteinschätzung zum Lebensende von ICD Trägern/Trägerinnen mit einem online Fragebogen in anonymisierter Form.

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ICD/CRT_D-Träger:innen

Alter >= 18 Jahre

Die ICD-Therapie konvertiert den Eintritt einer malignen Herzrhythmusstörung, den progressiven Verlauf der Grunderkrankung kann diese Therapie jedoch nicht verhindern. Oberste Zielsetzung ärztlichen Handelns im Management der ICD-Therapie ist auf das (Über-)leben mit dem ICD gerichtet, die damit dem Grundtenor ärztlich-therapeutischen Handelns „Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen“ entspricht. Dennoch werden alle Patienten/Patientinnen, auch die ICD-Träger, eines Tages sterben. Mit zunehmender Etablierung der ICD-Therapie in die Routine-versorgung von Herzpatienten muss auch die Frage des Sterbens mit dem ICD thematisiert werden. Welche Maßstäbe und Verhaltensnormen gelten am Lebensende eines ICD-Patienten/ICD-Patientin? Unterscheiden sich die näheren Umstände des Sterbeprozesses von ICD-Trägern von anderen Patienten?

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat sich dafür ausgesprochen, dass „ein offensichtlicher Sterbevorgang (…) nicht durch lebenserhaltende Therapien künstlich in die Länge gezogen werden (soll)“. In dieser Situation würde demnach die Minderung des Leidens im Vordergrund stehen, was durchaus auch auf Kosten der Überlebensdauer gehen kann. Dieser Grundsatz wird heute zunehmend bei Patienten mit konventionellen lebensverlängernden Therapiemaßnahmen berücksichtigt. Was bedeutet dieser Gesichtspunkt bei der Behandlung von sterbenden ICD-Patienten/ICD-Patientinnen? Verliert der ICD nicht für diese terminale Krankheitsphase seine ursprüngliche Berechtigung? Kann der eigentliche therapeutische Nutzen des ICD nicht einem natürlichen Sterbeprozess bzw. der Sterbequalität des Patienten oder der Patientin dramatisch entgegenwirken? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede der psychologischen Selbsteinschätzung von Betroffenen?

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Paderborn

München

Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET), Münster