
CLOSURE-AF-DZHK16
Perkutaner Verschluss des linken Vorhofohres bei Patienten mit Vorhofflimmern und hohem Schlaganfall- und Blutungsrisiko im Vergleich zur medikamentösen Standardtherapie: eine prospektive, randomisierte klinische Studie.
Ingo EiteL: Interventional stroke prevention in AF
Studiendesign
Internationale, prospektive, randomisierte, offene, verblindete, multizentrische Studie zur Endpunktbewertung (Behandlungsstrategie-Studie).

Ziel
Ziel der Studie ist es, den klinischen Nutzen des perkutanen, katheter-basierten Vorhofohrverschlusses bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) mit hohem Schlaganfallrisiko (CHA2DS2‐VASc Score ≥2) sowie hohem Blutungsrisiko zu bestimmen im Vergleich zur medikamentösen Standardtherapie.
Beschreibung
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in Deutschland. Bei Vorhofflimmern besteht die Gefahr, dass sich Gerinnsel im Herzen, insbesondere im linken Vorhofohr (= Herzohr), einem Teil des Herzens, bilden. Lösen sich diese Gerinnsel, droht ein Schlaganfall. Zur Verhinderung von Schlaganfällen können bei Patienten mit Vorhofflimmern Medikamente, sogenannte Gerinnungshemmer (Antikoagulanzien), eingesetzt werden. Diese Medikamente verhindern die Gerinnselbildung im Herzen.
Eine weitere Möglichkeit der Therapie besteht im Verschluss des linken Vorhofohrs mit einem Verschlußsystem (Okkluder), womit verhindert wird, dass Gerinnsel von dort ins Gehirn oder in den Körper gelangen. Nach dem Verschluss des linken Vorhofohrs muss das Blut nur für kurze Zeit, bis der Okkluder eingeheilt ist, verdünnt werden. Im Rahmen der CLOSURE-AF Studie werden die beiden klinisch etablierten Behandlungsansätze (medikamentöse Blutverdünnung und Verschluss des linken Herzohres mit einer Kathetertechnik) miteinander vergleichen. Es kommen ausschließlich bereits zugelassene blutverdünnende Medikamente und Verschlußsysteme zum Einsatz.
Publikationen
Landmesser U, Skurk C, Kirchhof P, Lewalter T, Hartung J, Rroku A, Pieske B, Brachmann J, Akin I, Jacobshagen C, Meder B, Zeiher A, Anker SD, Thiele H, Blankenberg S, Massberg S, Schunkert H, Frey N, Joost A, Bergmann M, von Bardeleben RS, Friede T, Placzek M, Suling A, Haeusler KG, Endres M, Wegscheider K, Boldt LH, Eitel I for the CLOSURE-AF Trial Investigators. Left Atrial Appendage Closure or Medical Therapy in Atrial Fibrillation. N Engl J Med. 2026 Mar 18. doi: 10.1056/nejmoa2513310. Online ahead of print. PMID: 41849741.
Landmesser U, Skurk C, Kirchhof P, Lewalter T, Hartung JJ, Rroku A, Pieske B, Brachmann J, Akin I, Jacobshagen C, Meder B, Zeiher A, Anker SD, Thiele H, Blankenberg S, Massberg S, Schunkert H, Frey N, Joost A, Bergmann M, Haeusler KG, Endres M, Wegscheider K, Boldt LH, Eitel I. Catheter-based left atrial appendage CLOSURE in patients with Atrial Fibrillation at high risk of stroke and bleeding as compared to best medical therapy: Rationale and design of the prospective randomized CLOSURE-AF trial. Am Heart J. 2025 Sep 12; S0002-8703(25)00326-6. doi: 10.1016/j.ahj.2025.09.005. Epub 2025 September.
Kontaktdaten

Prof. Dr. med. Ulf Landmesser
Studienleiter
Charité – Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. med. Ingo Eitel
Co-Studienleiter
Medizinische Klinik II, Universitäres Herzzentrum Lübeck
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Prof. Dr. med. Leif-Hendrick Boldt
Co-Studienleiter
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Weitere Informationen
Rolle afnet
Regulatorisches Projektmanagement, Organisation und Begleitung Gremien (CEC) und Meetings, Unterstützung der Studienzentrale, z.B. Betreuung Zentren